Feuerwehr Rehau
Herzlich Willkommen!!

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Rehau

Am 11. Oktober 1885 waren es 29 Männer von Rehau die in Weilheim die Freiwillige Feuerwehr Rehau gegründet haben. Ihr Bestreben lag darin, Geschaffenes zu schützen und zu bewahren, besonders aber ihre Mitbürger vor Bränden zu schützen und Brände zu bekämpfen. So wurden zu dieser Zeit allerorts organisierte Feuerwehren gegründet. Auch die 29 Männer von Rehau haben aus diesem Grunde sich der Freiwilligen Feuerwehr zur Verfügung gestellt. Bis dahin hatte jeder männliche Bürger bei Feueralarm seinen Einsatz zu leisten. Diese Aufgabe wurde nun von der Freiwilligen Feuerwehr übernommen.

Die Gründungsmitglieder waren:

Jokob Luderschmid (Ökonom und Bürgermeister; er wurde zum Vorstand gewählt)

Willibald Raile (er wurde zum Kommandanten gewählt)

Georg Roßkopf ( er wurde zum Schriftführer und Kassier gewählt)

Josef Gogl (Zugführer)

Anton Krach (Adjudant)

Josef Roßkopf (Zugführer)

Clemens Färber (Hornist)

Andreas Schuster (Hornist und Vereinsdiener)

Josef Bandel (Fähnrich)

Josef Berger (Steiger)

Michael Gruber (Steiger und Requisitenmeister)

Josef Roßkopf (Steiger)

Josef Mayer

Anton Roßkopf

Johann Schaar

Josef Roßkopf

Richard Schiele

Josef Schlicker

Josef Hummel

Johann Unger

Josef Maier

Josef Meyer

Martin Berger

Johann Winkler

Jakob Freidhöfer

Sebastian Trollmann

Franz Oppel

Nikolaus Stiglauer

Georg Spreng

 

Am 18. Juni 1886 bekam die Freiwillige Feuerwehr Rehau aus dem Distrikt Monheim einen Zuschuss für Feuerlöschzwecke in Höhe von 25 Goldmark und aus Mitteln der königlichen Brandversicherungskammer 137 Goldmark. Auch die Filialkirchenstiftung und die Gemeinde beteiligten sich mit Geldunterstützungen von 30 bzw. 72,08 Goldmark zur Beschaffung von Feuerlöschgeräten in den ersten Jahren.

Im Jahre 1904 wurde eine Feuerwehrspritze angeschafft , die aber nicht den Erwartungen entsprach. Denn 1906 wurde eine Saug- und Druckspritze gekauft. Erst jetzt waren die Rehauer richtige Feuerwehrmänner. 

Auch das Feiern kam bei der Freiwilligen Feuerwehr Rehau nicht zu kurz.

Das 25-jährige Feuerwehrfest wurde 1910 abgehalten.

Das 40-jährige Gründungsfest wurde am 7. April 1926 in feierlicher Weise abgehalten.

Zu diesem Zeitpunkt gehörten noch zwei Gründungsmitglieder der aktiven Wehr an.

Nach dem Weckruf durch die drei Hornisten versammelte sich die Freiwillige Feuerwehr Rehau um 09:30 Uhr zum Festgottesdienst. Nachmittags marschierten die Rehauer gemeinsam mit den eingeladenen Wehren aus Monheim und Weilheim vom Feuerwehrhaus zum Vereinslokal. Kommandant Jakob Vogel gab einen ausführlichen Bericht über das Bestehen und die Tätigkeit der Wehr. Festredner Lehrer Uhl munterte die Kammeraden zum Zusammenhalt und zur Bereitwilligkeit auf. Die Feier schloss mit einer geselligen Tanzveranstaltung.

 

Die 50-jährige Gründungsfeier fand am 8. September 1935 statt.

Um 05:00 Uhr erfolgte der Weckruf durch die drei Hornisten der Freiwilligen Feuerwehr Rehau. Um 08:00 Uhr fand die Aufstellung der gesamten Wehr in Paradeuniform statt. Danach wurden die Festjungfrauen und die Gründungsmitglieder, sowie die auswärtigen Vereine abgeholt. Nachdem erfolgte die Aufstellung zum Gottesdienst, in dem hochwürdiger Herr Pfarrer Meier auf den Sinn und Zweck der Freiwilligen Feuerwehr hinwies. Nach dem Gottesdienst bewegte sich der Festzug, voran die Musikkapelle Monheim, zum Festplatz. Die Begrüßungsansprache hielt Bürgermeister Unger. Ferner sprachen Bezirksbrandmeister König und die Fahnenbraut, Frl. Altmann. Auch dieser Tag schloss mit einem geselligen Abend.

 

Die Kriege gingen auch an der Freiwilligen Feuerwehr Rehau nicht spurlos vorüber. So mussten am 1. August 1914 acht Feuerwehrmänner in den 1. Weltkrieg einrücken. Zwei von ihnen sind in diesem Krieg gefallen. Auch im 2. Weltkrieg mussten 11 aktive Feuerwehrmänner zum Heeresdienst einrücken. Damit die Einsatzfähigkeit der Wehr sichergestellt war, wurden Jugendliche ab 14 Jahre zum Feuerwehrdienst herangezogen.

Am 17. Januar 1952 wurde unter Vorstand und Bürgermeister Johann Schuster bei der Taubstummenanstalt Dillingen eine Fahne in Höhe von 1.500 DM bestellt.

Am 6. Juli 1952 fand das Fest der Fahnenweihe statt.

Mit der Musikkapelle Schiele Wemding und der Jugendkapelle Monheim begann um 06:00 Uhr am Morgen der Festbetrieb. Um 10:00 Uhr versammelten sich 17 Gastvereine zum feierlichen Gottesdienst und zur Fahnenweihe am Dorfplatz, welche von Pfarrer „geistlicher Rat“ Georg Meier vorgenommen wurde. Nach der Totenehrung begab man sich zum Mittagessen in die beiden Gaststätten „Gerstner“ und „Luderschmid“. Anschließend zog man zum Festplatz, der im Garten von Hausnr. 32 (Anwesen Fackler) aufgebaut war. Um 14:00 Uhr fand der Festzug durch das Dorf statt. 

 Anschließend wurde der Festakt durch Kommandant Xaver Vogel eröffnet. Danach wurden Gedichte von der Fahnenbraut Emma Roßkopf und den Festjungfrauen Emma Trollmann, Berta Maier, Josefine Spreng und Theresia Berger vorgetragen.

Weitere Festredner waren Bürgermeister Schuster, Kreisbrandinspektor Kleiber, sowie Landrat Dr. Dietrich. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit wurde das Fest, das bei herrlichem Sonnenschein stattfand, in die beiden Gaststätten verlegt, wo bis in den frühen Morgen gefeiert und getanzt wurde. Sogar ein Gründungsmitglied, Herr Josef Schlicker, konnte mit 85 Jahren noch an dem Fest teilnehmen.

 Im April 1958 wurde von Bürgermeister Josef Trollmann eine neue TS 8 Motorspritze der Freiwilligen Feuerwehr übergeben. Diese wurde von Herrn Pfarrer Schuster geweiht.  

Am 19. Oktober 1973 konnte Bürgermeister Trollmann in Anwesenheit von Kreisbrandmeister Pfeifer das neue Feuerwehrgerätehaus übergeben, welches von der Abtstraße in die Hankengasse verlegt wurde.

 Am 23. November 1974 wurde vom Gemeinderat beschlossen ein Löschfahrzeug zu kaufen. Zum 1. Januar 1975 wurde die Gemeinde Rehau in die Stadt Monheim eingemeindet.  Zur Belohnung dafür gab es ein Tragkraftspritzenfahrzeug mit 1,6 Liter Motor und 67 PS, welches am 1. Juli 1975 in Betrieb genommen wurde.

 

Das 90-jährige Gründungsfest wurde vom 11. – 19. Juli 1975 gefeiert, wobei auch die Segnung des Gerätehauses und des neuen Löschfahrzeuges stattfand.

Das Fest begann am Freitag, den 11. Juli 1975 um 19:00 Uhr mit der Festeröffnung.

Nach den Begrüßungen folgte der Bieranstich durch Bürgermeister Huber und Altbürgermeister Trollmann. Somit konnte die Feier beginnen. Die  „lustigen Böhmerländer“ sorgten für gute Stimmung im ganzen Bierzelt, welches in der Wiese von Feuerwehrkamerad Martin Schuster aufgebaut worden war. So konnte bis in die frühen Morgenstunden gefeiert werden.

Am Samstag, den 12. Juli fand am Nachmittag ein kleines Kinderfest statt. Dafür spendierte die Stadt Würstchen und Limonade und die Feuerwehr gemeinsam mit der Raiffeisenbank Monheim Süßigkeiten als Gewinnpreise.

Um 19:00 Uhr begann dann der „Große Heimatabend“ mit der Trachtengruppe „Goldbergler“ aus Höchstädt und den Stargästen „Marianne und Michael“, bekannt aus Funk und Fernsehen. Diese sorgten für eine Bombenstimmung und somit wurde wieder bis ins Morgengrauen gefeiert.

 Der Sonntag brachte die Höhepunkte der Festlichkeiten. Um 08:00 Uhr marschierte die Freiwillige Feuerwehr Rehau vom Festzelt aus in Richtung Kirche um den dort wartenden Patenverein Weilheim abzuholen. Anschließend wurden die restlichen 31 Vereine empfangen. Im Anschluss fand der Festgottesdienst statt, welcher von Pfarrer Markus Harrer abgehalten wurde. Außerdem wurde sowohl das Gerätehaus, als auch das neue Löschfahrzeug von Herrn Pfarrer Harrer geweiht.

 Um 13:30 Uhr stellten sich die Wehren zum Festumzug durch das Dorf auf. Alle insgesamt 33 Wehren marschierten durch Rehau. Als Festkapelle konnte man die Monheimer Stadtkapelle gewinnen, welche noch bis Mitternacht für Stimmung im Festzelt sorgte. In diesen drei Festtagen wurden 71,5 hl Bier umgesetzt.

 Das 100-jährige Jubiläum wurde vom 14. – 17. Juni 1985 gefeiert.

Das Fest wurde durch ein Standkonzert der Stadtkapelle Monheim am 14. Juni eröffnet. Im Anschluss folgte der Einzug ins Festzelt und der Bieranstich durch den Schirmherrn und Bürgermeister Herr Reinhard. Nach der Ehrenzeichenverleihung sorgte bis Mitternacht die Stadtkapelle Monheim für eine gute Stimmung im Festzelt.

Am Samstag ab 19:00 Uhr wurde zum „Großen Bunten Abend“ mit den „lustigen Böhmerländer mit Sängerin Evi“ und dem Gesangsduo „Marianne und Michael“, die zum 2. Mal in Rehau auftraten, eingeladen. Das Bierzelt war fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Gute Stimmung war an diesem Abend wieder bis nach Mitternacht geboten.

Am Sonntag begannen die Festlichkeiten um 07:00 Uhr morgens. Die aktive Rehauer Wehr begrüßte die Gäste aus der oberfränkischen Stadt Rehau am Ortseingang. Anschließend wurden die Festdamen vom Spielmannszug der Stadt Rehau abgeholt. Auch wurde der Patenverein und der Soldaten- und Kameradschaftsverein empfangen. Um 09:30 Uhr fand vor dem Feuerwehrgerätehaus der Festgottesdienst mit Pfarrer Vollnhals statt, der im Anschluss die Segnung der Fahnenbänder vornahm. Um 13:30 Uhr fand dann der Festzug mit 46 Vereinen und 4 Musikkapellen statt. Einen hervorragenden Eindruck hinterließ hier der Spielmannszug der Stadt Rehau. Im Anschluss wurde wieder im Festzelt ausgiebig gefeiert. Ab 19:00 Uhr spielte die Tanzkapelle „Bawariabuam“ bis spät in die Nacht hinein.

Sogar am Montag wurde noch kräftig gefeiert. Ab 10:00 Uhr stand Frühschoppen auf dem Programm und ab 14:00 Uhr wurde ein großes Kinderfest auch für alle umliegenden Orte abgehalten. Die Jugendfeuerwehrmänner führten eine Schauübung durch. Als große Überraschung führten die Festdamen ebenfalls eine Einsatzübung vor. Ab 16:00 Uhr wurde dann zum Altennachmittag eingeladen, bei dem die älteren Mitbürger mit Kaffee und Kuchen versorgt wurden. Das Fest wurde von Schirmherrn Xaver Reinhard mit einer Abschlussrede beendet.

Am 05. September 2009 fanden in Weilheim die Patenbitten der Freiwilligen Feuerwehr Rehau statt.  Mehr als 80 Rehauer zogen gemeinsam mit Schirmherrn Bürgermeister Anton Ferber nach Weilheim, wo sie am Ortsschild von der Stadtkapelle Monheim empfangen wurden. Mi t Unterstützung der Festdamen bat die Freiwillige Feuerwehr Rehau um die Patenschaft der Freiwilligen Feuerwehr Weilheim für das 125-jährige Gründungsjubiläum. Als Preis dafür, boten die Rehauer ein Fass Most und zwei Säcke Kartoffeln. Doch damit waren die Weilheimer nicht zufrieden. Deshalb mussten der Festausschussvorsitzende Erich Schuster und der Weilheimer Kommandant Adalbert Feurer neu verhandeln. Um ihren Forderung Nachdruck zu verleihen, forderten die Weilheimer die Herren Erich Schuster, Schirmherr Bürgermeister Anton Ferber, Kommandant Günther Buchberger und Vorstand Edwin Luderschmid auf die Bühne. Dort mussten sie auf den „Büßerbalken“, wo sie vier verschiedene Dinge über sich ergehen lassen mussten (z. B. Mohrenkopfessen mit ein paar Überraschungszutaten).

Dies sind Auszüge aus der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Rehau, einem kleinen Dorf im schönen Jura, für das es sich lohnt, in der Freiwilligen Feuerwehr Dienst zu leisten.